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Sexualassistenz

Menschen mit Behinderung und ein erfülltes Sexleben – für viele passt das nicht zusammen. Doch auch Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung haben sexuelle Bedürfnisse. Wenn zwei Menschen mit Behinderung miteinander Sex haben möchten und in ihrer Bewegung stark beeinträchtigt sind, gestaltet sich dies oftmals fast als „Mission impossible“. Zwar gibt es persönliche Assistenten, die körperbehinderte Menschen im Alltag ihre Arme und Beine ersetzen, doch beim Sex wollen das die allerwenigsten Assistenten und auch auf Seiten der Assistenznehmer möchte man hierbei von seinen Assistenten, die dies schon im Alltag machen, nicht unterstützt werden.

Die Lösung des Problems heißt Sexualassistenz. Hierbei bieten Dienstleister Sexpartner mit Behinderung, die Unterstützung beim Geschlechtsverkehr benötigen, Hilfestellung an. Zunächst finden Gespräche statt, bei denen ermittelt wird, welche Hilfestellungen und Hilfsmittel benötigt werden, damit das „Liebesspiel“ stattfinden kann. Anschließend findet auf deren Grundlage der Geschlechtsverkehr statt. Für die Dienstleister ein wirklich rentables Geschäft, für Menschen mit Behinderung jedoch ein kostspieliges Vergnügen. Denn die Kosten erstrecken sich auf mehr als 100 Euro und jede Stunde kostet extra. Somit ist ein Sex, bei dem man die Zeit vergisst, nicht möglich.

Die Kosten für die Sexualassistenz werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Bundespartei Bündnis 90/Die Grüne fordert deshalb, dass die Kosten für solch eine Dienstleistung von den Krankenkassen übernommen werden soll. Mit dieser Forderung steht sie in der Politik jedoch einsam dar. Um die Kosten zu senken, müsste es mehr Dienstleister auf dem Mark fürSexualassistenz  geben, um die Preise der wenigen Anbieter, die es zurzeit gibt, durch Konkurrenz zu senken.

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