Superheldenkräfte oder Persönliches Budget

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Superheldenkräfte oder Persönliches Budget

Anders als im Titel angedeutet, geht es in diesem Eintrag um keine übernatürlichen Kräfte oder dergleichen – jedenfalls aus der Sicht von Menschen ohne Behinderung. Für jemanden der manche alltäglichen Verrichtungen einfach nicht selber machen kann, ist die persönliche Assistenz jedoch eine Art Superkraft! In diesem Artikel möchte ich das Persönliche Budget zusammenfassend beschreiben, da dadurch erst die Persönliche Assistenz ermöglicht wird.

Das Persönliche Budget ist eine Leistungsform seitens des Gesetzgebers, welches im Sozialgesetzbuch gesetzlich geregelt ist. Hierbei sollen körperbehinderte Menschen, die im Alltag auf wiederkehrende Hilfe angewiesen sind, die Möglichkeit gegeben werden, in eigener Verantwortung die Hilfen zu beziehen. Voraussetzung hierfür ist ein Antrag, indem der Anspruchssteller darlegen muss, dass er im Alltag auf Unterstützung durch eine andere Person angewiesen ist. Einen Antrag auf persönliches Budget reicht man in der Regel beim örtlichen Sozialträger ein. In manchen Fällen können auch Integrationsämter, Pflegekassen u.a. zuständig sein. Vor dem 1.1.2017 war Persönliches Budget vermögens- und einkommensabhängig, d.h. Anspruchssteller mussten ihre finanzielle Lage offenlegen. Nach Einführung des Bundesteilhabegesetzes ab dem 1.1.2017 soll dies gelockert werden.

 Nach Bearbeitung des Antrags auf Persönliches Budget bestimmt die zuständige Stelle, wie hoch der Hilfebedarf des Anspruchsstellers ist. Das Persönliche Budget ist in der Regel trägerübergreifend. Dies bedeutet, dass das Persönliche Budget von mindestens zwei verschiedenen Stellen bezogen wird, die in Zusammenarbeit den Hilfebedarf ermitteln (z.B. Pflegekasse und Sozialträger). Das Persönliche Budget kann sich auf bestimmte Assistenzformen beziehen (z.B. Alltagsassistenz) oder sämtliche Assistenzformen umfassen. Dies ist abhängig vom Antrag. Sind sich die zuständige Behörde und der Leistungsempfänger über die Höhe des Persönlichen Budgets einig, schließen sie ein Vertrag, die sogenannte Zielvereinbarung. Der Leistungsempfänger erhält das Persönliche Budget durch eine monatliche Geldleistung, wovon der Leistungsberechtigte sich Assistenzleistungen „einkaufen“ muss. Hierbei hat der Assistenznehmer jegliche Freiheiten, ob er diese selbstständig, von einem Assistenzdienst, wie den AssistenzProfis 😉 o.ä. beziehen möchte.

Noch detailliertere Informationen zum Persönlichen Budget findet ihr HIER 

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